Mitbegründer von Microsoft, Paul Allen gestorben.

Im Alter von 65 Jahren ist Paul Allen, die eigentliche  treibende Kraft von Microsoft, infolge einer Krebserkrankung  am 15. Oktober 2018 gestorben.
Allen, dessen Vermögen auf ca 26 Milliarden Dollar geschätzt wurde betätigte sich als Kunstsammler und Mäzen. Er unterstützte die Krebs- und Hirnforschung und Inverstiere in Projekte zur Suche nach außerirdischem Leben.
Eies seiner letzten Investmens war das erste kommerzielle Raumschiff „Spaceship One“ welches seinen ersten Testflug 2018 absolvieren sollte.

Bertelsmann

Deutscher Medienkonzern mit Tradition.

Beinahe in jedem Haushalt findet sich eines der Ratgeber- oder belletristischen Bücher des Bertelsmann Leserings, der 1947 von Reinhard Mohn aus den Trümmern des im zweiten Weltkrieg zerstörten Verlagshauses aufgebaut wurde. Der 1921 geborene Mohn nutzte die damals neue Form des Direktvertriebes, um das Verlagsprogramm erfolgreich unter die Leute zu bringen. Es blieb nicht lange bei Büchern, bereits 1956 gehörte ein Schallplattenring, der Stars wie Peter Alexander, Heintje oder Udo Jürgens bekannt machte , zum Untenehmen. Bertelsmann war aktiv bei der Einführung des Privatfernsehens in Deutschland beteiligt (RTL) und ist heute einer der größten Medienkonzerne der Welt. Die Firma Bertelsmann wurde am 1. Juli 1835 von einem Drucker Namens Carl Bertelsmann (1791 – 1850) in Gütersloh gegründet. Das erste Buch trug den Titel „Theomele“ und enthielt christliche Lieder und Gesänge. Schon bald kamen zwei Zeitungen und allgemeinbildende Bücher hinzu. Sein Nachfolger Heinrich Bertelsmann (1827 – 1887) erweiterte das Verlagsprogramm mit Autoren wie den Gebrüdern Grimm oder Gustav Schwab. Unter der Leitung von Johannes Mohn (1856-1930), dem Schwiegersohn von Heinrich Bertelsmann, war das Verlagsprogramm zunächst wieder mehr theologisch orientiert, bevor Heinrich Mohn (1885-1955) auch Unterhaltungsliteratur einführte und mit neuartigen Werbemethoden, wie Preisausschreiben oder „Neuigkeitspaketen“ von sich reden machte. Die Firma wurde bald zu einem der größten Medienunternehemen, an dessen Erfolg Reinhard Mohn nach dem zweiten Weltkrieg anknüpfte. .Schon in den 50er Jahren besaß die Firma Europas größte Offsetdruckerei. Inzwischen ist Bertelsmann an Verlagshäusern in aller Welt beteiligt oder hat sie gar ganz übernommen. Bekannt ist aber auch das soziale Engagement der Firma, schon der Firmengründer engagierte sich in der Armenpflege. 1887 besaß das Unternehmen bereits eine firmeneigene Alters- und Invalidenkasse und 1910 wurde für die Mitarbeiter von Bertelsmann der bezahlte Jahresurlaub eingeführt. 1977 die Bertelsmann-Stiftung für „Ausbildung, Kultur und Sozialpolitik“ gegründet. Um das „Modell Bertelsmann“ zu sichern, übertrug Reinhard Mohn 68,8 % des Aktienkapitals an die Stiftung. „Bezahlen Sie Ihren Mitarbeitern in einer Börsennotierten Firma mal zwei Monatsgehälter Gewinnbeteiligung. Was meinen Sie denn, was die Aktionärsvertreter in der Hauptversammlung dazu sagen.“ begründete Reinhard Mohn diese Entscheidung. 1999 wurden auch die dazugehörigen Stimmrechte übertragen. Unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Thomas Middelhoff wuchs Bertelsmann zum Multinationalen Medienkonzern der die „Old-“ und die „New-Economie“ gleichermaßen umfaßt. 1995 wurde gemeinsam mit America Online, AOL-Europa gegründet, und die Firma beteiligte sich an unterschiedlichen Projekten der New-Economie, etwa an Pixelpark oder dem Netwerkbetreiber mediaWays. Auch das Wissen, die traditionelle Domäne von Bertelsmann, soll nicht zu kurz kommen: Wissen.de, ein Lexikon im World Wide Web gehört ebenfalls zum Konzern. Der letzte Coup von Bertelsmann ist der Einstieg in die Musiktauschbörse Napster von Shawn Fanning, offenbar soll hier das Prinzip des Buchclubs wiederbelebt werden: Gegen einen monatlichen Beitrag sollen die Interessenten eine bestimmte Anzahl von Songs aus dem Internet herunterladen können. Die Beteiligung an AOL wurde inzwischen, nach der Fusion des Providers mit dem Medienkonzern Time Warner, aufgegeben.

Vater des Internet gestorben

Im April ist der als „Vater des Internet“ bekannte Robert Taylor im Alter von 85 Jahren gestorben. Neben dem Arpanet entstanden unter seiner Verantwortung weitere Meilensteine der modernen Computertechnik wie z.B. die Grafische Benutzeroberfläche für Computer. Auch an der Entwicklung der Sucmaschine AltaVista war er beteiligt.

Die „Internet Hall of Fame“ zitiert Taylor mit den Worten „You did what they said could not be done, you created things that they could not see or imagine

Robert Taylor im Lexikon

 

Die Akte Google

Die Akte Google
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Torsten Fricke, Ulrich Novak, 272 Seiten, Herbig 2015

Wir sind keine Kunden mehr – wir sind das Produkt.
„Don‘t be evil“, sagt Google freundlich und ändert dabei Stück für Stück die Welt, in der wir leben. In einer einzigen Sekunde beantwortet Google 4500 Suchanfragen – kostenlos? Mitnichten: Wir zahlen in Wirklichkeit einen hohen Preis, in dem wir Google unsere Daten geben. Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts, und wenn wir nicht aufpassen, weiß Google bald mehr über uns, als wir für möglich halten. Nämlich auch das, was wir nicht freiwillig enthüllen.

Ausgeklügelte Meta-Analysen machen es möglich, dass aus vereinzelten Suchanfragen nach und nach ein Bild entsteht. Ein Bild von uns. Mit all unseren Geheimnissen, Fragen, Wünschen – in anderen Worten: unser Leben. Die beiden Medienexperten Torsten Fricke und Ulrich Novak hatten Zugang zu bisher geheim gehaltenen Dokumenten bei Google. Entstanden ist die spannende Analyse eines der mächtigsten Unternehmen der Welt und eine Warnung, nicht leichtfertig zu viel von sich preiszugeben

Marshall McLuhan

Biografie Marschall McLuhan
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Philip Marchand, 431 Seiten, Deutsche Verlagsanstalt 1999

Die einen sahen in ihm das Orakel des elektronischen Zeitalters; andere taten ihn als Scharlatan ab; mit schöner Regelmäßigkeit jedoch werden viele seiner Voraussagen wahr. Unmöglich können wir die Wendungen McLuhans wie „Das Medium ist die Botschaft“ oder „Global Village“ ignorieren wenn wir auf dem Internet surfen oder MTV einschalten. Sein Genie bestand darin, derartige kulturelle Umwälzungen vorauszusehen  – der Einfluß den seine Untersuchungen auf die Art und Weise gehabt haben, wie wir die Welt sehen, mutet geradezu unheimlich an. „Ich antworte den Medien und begebe mich in ein Forschungsabenteuer. Ich erkläre nicht – ich erforsche.“ Beschrieb der extravagante Begründer und einsame Klassiker  der Medienkritik seine Untersuchungsmethode. Die preisgekrönte Biografie von Philip Marchand zeichnet den Lebenweg und die Einsichten des „wichtigsten Denkers seit Newton, Darwin, Freud und Einstein“ (The new York Times) nach, den zu verstehen heißt, unsere Mediengesellschaft zu verstehen.

Computersklaven

Computersklaven
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Bill Lessard  und Steve Baldwin,270 Seiten, Deutsche Verlags-Anstalt DVA, 2000

Bill Lessart und Steve Baldwin haben die legendäre Website www.netslaves.com ins leben gerufen. Bill Lessard hat als Computersklave für Prodigy und verschiedene Startups gearbeitet., bevor er in eine Schweizer Bank eintrat. Steve Baldwin ist Computerjournalist

Wie wir waren

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Constantin Gillies, 279 Seiten , Wiley 2003

Das Lebensgefühl der Dotcom-Ära

„Wir zeigten der alten Wirtschaft die lange Nase. Alles ging, so lange es in eine Power-Point-Präsentation passte – und man selbst unter 30 war. Klar hatten wir im Hinterkopf ein ungutes Gefühl bei unserer Großmannssucht. Aber das ließ langsam nach. Wenn an einem tag wieder 10 Headhunter anriefen oder wir mit Aktien im letzten Monat mehr verdient hatten als unsere Eltern mit 20 Jahren Bausparen. Wenn in der zeitung stand, dass Yahoo mehr Wert war als General Motors, wenn die Dotcom-Kids im T-Shirt in davos der versammelten Weltwirtschaft die Show stahlen, wenn der Abteilungsleiter und bat, ihm Outlook zu erklären. Das waren Beweise dafür , dass wir Recht hatten. Um mit Leonardo di Caprio zu sprechen: wir waren die Könige der Welt. Wir schreiben Geschichte. Da wehte einen sowas an.
Eines war klar: Undere neue Version der Wirtschaft sollte vor allemeines sein – anders. Doch die Sache stellte sich als schwieriger heraus, als wir angenommen hatten. Denn anders zu sein bedeutete auch, von Gummibärchen zu leben, ledersofas vor dem Aufsichtsrat zu verstecken und nachts um 3 Strategiesitzungen abzuhalten. Und, dass der Kickroller vor dem ferngesteuerten Auto Vorfahrt hatte.“

Apple – Streng vertraulich!

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Owen W. Linzmayer (Autor), Maria Bühler (Übersetzer), 316 Seiten , Midas Verlag 2000

In Apple – Streng vertraulich! Erzählt der Journalist Owen W. Linzmayer die turbulente Geschichte von Apple. Einen weiten Bogen spannend beginnt er mit der legendären Gründung des Unternehmens, diskutiert verschiedene verhängnisvolle Entscheidungen des Managements und gelangt schließlich zur aktuellen Situation, in der Apple endlich wieder Gewinne erwirtschaftet. Sein Buch beruht auf intensiven Nachforschungen mit denen er beweisen kann, dass zahlreiche Mythen und Halbwahrheiten über Apple, den Macintosh und seine Schöpfer aus der Luft gegriffen sind. Linzmayer hat in geheimen Archiven gestöbert, die wichtigsten Personen befragtund zieht auf diese Weise die wahren Geschichten hinter dem Medienrummel ans Licht.