Edward (Ed) Oates

Amerikanischer Programmierer, Mitbegründer der Firma Oracle.

Ed Oates hatte sich Ende der siebziger Jahre mit den Veröffentlichungen von IBM über das „System R“, eine relationale Datenbank, und die Datenbankabfragesprache SQL beschäftigt. Die so erworbenen Kenntnisse wurden zur Grundlage des Produktes der Firma Oracle, die Oates 1977 gemeinsam mit seinen Freunden und Kollegen ßßß Larry Ellison und ßßß Bob Miner gründete. Ed Oates hatte 1968 an der San Jose State University seinen Studienabschluß im Fach Mathematik gemacht und war danach während seines Wehrdienstes als Programmierer für Datenbankanwendungen eingesetzt worden. Später arbeitete er beim IBM Konkurrenten Singer Business Machines bevor er zu Ampex kam, wo er mit Larry Ellison und Bob Miner an einem System zur Datensicherung auf Videobändern arbeitete. Als aus dem System nichts wurde, verließen Ellison und Oates die Firma. Oates arbeitete bei Memorex, bis Ellison ihm im Sommer 1977 vorschlug, gemeinsam mit Miner eine Firma zu gründen, um ein Angebot für die Entwicklung eines Steuerungsprogrammes für ein mechanisches System zur Verwaltung von Folien, auf denen Schriftstücke gespeichert waren, zu entwickeln. Die drei bekamen den Auftrag und gründeten die Firma „Software Development Laboratories“ – SDL – aus der später Oracle wurde. Nach Beendigung des ersten Projektes suchten sie nach einem tragfähigen Produkt für ihr Unternehmen. Oates schlug die Erstellung einer Datenbank nach dem System R von IBM vor und legte so den Grundstein für das heute zweitgrößte Softwareunternehmen der Welt. In den achtziger Jahren verkaufte er seinen 20-prozentigen Anteil an der Firma, der damals 20 000 Dollar wert war, schied aus dem Unternehmen aus, kehrte aber einige Zeit später als Angestellter wieder zurück. 1994 verließ Ed Oates die Firma endgültig, da sie ihm inzwischen mit über zehntausend Mitarbeitern zu groß geworden war. Er folgte damit einem Entschluß, den er bereits in den Anfängen der Firma gefaßt haben soll.
Nun will er bis zum Jahr 4711, dem letzten, in der von Oates programmierten Personaldatenbank von Oracle, als Ruheständler leben. Einige Zeit besaß der Hobbymusiker ein Geschäft für High-End Stereo-Geräte. Mit Freunden aus seiner Studienzeit spielt er in einer Rock-Band, die für Pizza und Bier auftritt. In Erinnerung an seinen Vater, der ihm die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens vermittelte, richtete er einen Fond ein, der Stipendien für Studenten der Fachbereiche Mathematik, Informatik und Physik vergibt