Peapod

Amerikanischer Online-Lebensmittelhändler.

Ende 1989 gründeten die Brüder Andrew und Thomas Parkinson, die zuvor als Manager bei den Konzernen „Kraft“ und „Procter & Gamble“ gearbeitet hatten, in Chikago unter dem Motto „Smart Shopping For Busy People“ einen Einkaufs- und Lieferservice für Lebensmittel mit dem Namen „Peapod“. Die Bestellungen konnten telefonisch, per Fax oder über ein Modem übermittelt werden. Die Firma begann ihre Geschäfte im Juli 1990 mit 400 Kunden, wobei die beiden Unternehmer den Einkauf und die Auslieferung selbst erledigten.
Natürlich entdeckte „Peapod“ das Internet als Vertriebsweg und ist seit 1996 im World Wide Web präsent. Auch wurde die Geschäftstätigkeit von Chikago auf acht weitere Metropolen der USA ausgedehnt. Die Kunden haben die Möglichkeit bei “Peapod“ Einkaufslisten zusammenstellen, die dort gespeichert und je nach Bedarf aktualisiert werden können. Die Listen dienen jedoch auch dazu, die Gewohnheiten der Kunden zu erkunden und ihnen dann entsprechende Angebote zu machen. Das Geschäft war jedoch nicht besonders erfolgreich. So war der Lieferservice unzuverlässig und der Plan, die Bestellungen in den Garagen der Besteller zu hinterlegen, scheiterte an technischen Schwierigkeiten, denn die Idee, die Garagentore satellitengesteuert zu öffnen, ließ sich nicht realisieren. Auch machten Mitbewerber wie ßßß Webvan dem Unternehmen das Leben schwer, und der Aufbau eigener Lagerkapazitäten zehrte die letzten Kapitalreserven auf. Der Geschäftsführer der Firma William Malloy warf Anfang 2000 das Handtuch, nachdem er mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Das Überleben von „Peapod“ konnte schließlich nur durch eine Mehrheitsbeteiligung des niederländischen Lebensmittelkonzerns „Ahold“ gesichert werden.

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