David S. Bennahum

Amerikanischer Journalist

David S. Bennahum steht stellvertretend für die Generation der Amerikaner, deren Kindheit von der sich entwickelnden Computertechnik beeinflußt war. In seinem 1998 erschienenen Buch „Extra Live. Coming of Age in Cyberspace“, deutscher Titel „Bekenntnisse eines Computerfreaks“ beschreibt er den Computer als ein Mittel, sich von der Erwachsenenwelt abzugrenzen und eine eigene Welt zu schaffen. Der 1968 geborene David Bennahum kam 1972 mit seinen Eltern nach Paris, wo die Familie bis 1977 blieb, bevor sie in die USA zurückkehrte. Als Außenseiter flüchtete er sich in die Welt der Science Fiction Literatur, die er schon früh zu lesen begann. Er war fasziniert von den ersten Taschenrechnern und Digitaluhren. Natürlich liebte er Videospiele und hatte früh einen eigenen Rechner. Der Computerunterricht in der Schule lehrte ihn eine ganz spezielle Denkweise und das eigenständige Programmieren verlieh ihm ein eigentümliches Machtgefühl. Durch den Austausch mit Gleichgesinnten entstand eine spezielle Art der Gemeinschaft, die Bennahum Anfang der 90er Jahre im entstehenden Internet wiederentdeckte. Doch die sich rasant entwickelnde Technik machte den Heimcomputer vom „Kanal der gemeinsamen Innovation zum Gegenstand individuellen Konsums“. So wurde er weder Elektroingenieur noch Informatiker, sondern studierte in Harvard Geschichte und Literatur. Inzwischen beschäftigt er sich als Journalist mit Themen rund um den Cyberspace. Er schreibt für angesehene Zeitungen und Zeitschriften, gibt einen Newsletter über Technik und Kultur heraus und betreut eine Mailingliste, die sich mit der Geschichte des Internet befaßt.

Bennahum wurde wegen seines damals erschienenen Buches „Extra Live. Coming of Age in Cyberspace“ in das Lexikon aufgenommen.