Internet Timeline

Eine kurze Zusammenfassung Geschichte des Internet und des Word Wide Web.

1945
ßßß Vannevar Bush publiziert seinen Aufsatz „As may we think“. Darin beschreibt er ein spezielles System zum Speichern von Informationen.

1957
Start des sowjetischen Weltraumsatelliten „Sputnik“

1958
Gründung der ARPA in den USA, um den Rückstand der USA gegenüber der Sowjetunion aufzuholen

1960
Erste Forschungsprojekte zur Erstellung eines Kommunikationsnetzes über verbundene Computer werden begonnen. ßßß Paul Baran und ßßß Leonard Kleinrock veröffentlichen Arbeiten über paketvermittelnde Datennetze.  Joseph Carl Robnett Licklider beschreibt in seinem Manuskript „Man Computer Symbiosis“ ein universelles Netzwerk.

1962
Licklider kommt zur ARPA und führt dort später das „Time sharing“ ein.
ßßß Douglas Engelbart veröffentlicht seine Ideen zu einem computergestützten System zur schnellen und flexiblen Organisation von Informationen

1964
Computernetze werden von ßßß Larry Roberts und J.C.R. Licklider als herausragende zukünftige Forschungsaufgabe beschrieben. ßßß Paul Baran entwickelt das Konzept eines computergesteuerten dezentralen Netzwerkes.

1965
Unter der Leitung von Larry Roberts werden am MIT praktische Experimente mit größeren Computernetzwerken durchgeführt.
ßßß Ted Nelson prägt den Begriff „Hypertext“

1966
ßßß Donald Davies stellt seine Überlegungen zur Netzwerktechnologie der Öffentlichkeit vor und prägt den Begriff „Packet Switching“.

1967
Larry Roberts veröffentlicht im April ein erstes Konzept für ein größeres Netzwerk,  Wesley Clark hat die Idee des „IMP“.
ßßß Andries van Dam und Ted Nelson arbeiten gemeinsam an einem Hypertextsystem.

1968
Das Projekt „Resource Sharing Computer Networks“ wird von der „ARPA“ ins Leben gerufen
Erste Versuche mit einem paketvermittelnden Netzwerk werden in England durchgeführt.
Joseph Licklider und  Robert Taylor veröffentlichen die Schrift „The Computer as a Communications Device“.
Die Firma BBN gewinnt die Ausschreibung zur Konstruktion des „IMP“

1969
Der erste „IMP“ wird ausgeliefert
Die „Network Working Group“ formiert sich.
Die ersten Knoten des „ARPANET“ gehen in Betrieb, es sind die University of California at Los Angeles (UCLA), die Universität Utah und die University of California at Santa Barbara
ßßß Stephen Crocker schreibt das erste „RFC“, „Request For Comments“, zum Thema „Host Software“.
Die Firma „Golden Unite Life Insurace“ kauft einen Großrechner und legt damit den Grundstein für die Firma ßßß CompuServe.

1970
Das Netzwerk in den USA bekommt die Bezeichnung „ARPANET“
Der fünfte Knoten des ARPANET wird bei BBN eingerichtet.
Norman Abramson entwickelt das „ALOHANET“.
ßßß Dr. Edgar F. Codd veröffentlicht eine Arbeit über relationale Datenbanken
Am „National Physical Laboratory“ in England wird von ßßß Donals Davies, ein Netzwerk eingerichtet.
Das Forschungslabor „Xerox Parc“ wird gegründet. Ted Nelson beginnt an seinem Projekt „Xanadu“ zu arbeiten.

1971
Zum „ARPANET“ gehören 15 Teilnehmer mit insgesamt 23 Hostrechnern.
Ray Tomlinson entwickelt die erste E-Mail Software.
„Intel“ bringt den ersten Microprozessor auf den Markt.
ßßß Michael Heart ruft das „Projekt Gutenberg“ ins Leben.
Die Bezeichung ßßß Silicon Valley taucht in einer Zeitungsüberschrift auf.

1972
Die Organisation „ARPA“ wird in „DARPA“ umbenannt
Das ARPANET wird erstmals öffentlich vorgestellt.
ßßß Vinton Cerf wird Vorsitzender der „InterNetwork Working Group“
Ray Tomlinson verwendet das Zeichen „@“ innerhalb einer E-Mail Adresse.
Das Unternehmen „SAP“ wird gegründet

1973
Erste Verbindungen von außerhalb der USA ans „ARPANET“ (Hawaii, England, Norwegen). E-Mail ist die beliebteste Anwendung im „ARPANET“, das inzwischen über 2000 Nutzer hat.
ßßß Bob Metcalfe entwickelt das „Ethernet“.
In Holland wird das ßßß CWI gegründet.
ßßß Charles Goldfarb entwickelt die Seitenbeschreibungssprache „SGML“.
ßßß Martin Cooper telefoniert mit dem ersten Mobiltelefon.

1974
Vinton Cerf und Robert Kahn entwickeln gemeinsam das Übertragungsprotokoll „TCP“, dabei wird erstmals der Begriff „Internet“ verwendet.
Das erste kommerzielle Netzwerk, das „Telenet“, wird von „BBN“ eingerichtet.
In England wird das Videotextsystem „Viewdata“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

1975
Die Verwaltung des „ARPANET“ geht an die „Defense Communications Agency“ über.
John Vittal entwickelt „MSG“, das erste moderne E-Mail Programm. Es kommt zur Einrichutng der ersten Mailing List im „ARPANET“.
Die Firma ßßß Microsoft wird gegründet.

1976
Das Übertragungsprotokoll „UUCP“ wird entwickelt.
Die Firma Apple wird gegründet.
ßßß Joseph Weizenbaums Buch „Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft“ erscheint.

1977
Das ARPANET hat 111 angeschlossene Rechner.
BTX wird auf der Berliner Funkausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Firma ßßß Oracle wird gegründet.

1978
Das „Berkeley UNIX“ kommt heraus.
Aus dem Übertragungsprotokoll „TCP“ entsteht das Protokoll „TCP/IP“
In Frankreich wird die Einführung des  Minitel beschlossen.

1979
Das Usenet wird von ßßß Steve Belllovin, ßßß Jim Elis und Tom Truscot entwickelt.
Das englische Videotextsystem wird unter der Bezeichnung „Prestel“ in Betrieb genommen.
Bill von Meister stellt seinen Onlinedienst „The Source“ vor.
Die Firma ßßß Network Solutions und. das Unternehmen ßßß EMC2 werden gegründet.
ßßß Bil Yeager entwickelt den Router. Kevin Mac Kenzie verwendet den ersten Smiley :-).

1980
Die Bezeichnung „Cyberpunk“ taucht erstmals auf.
Das „Usenet“ wird der Öffentlichkeit vorgestellt.
Eric Allman schreibt das E-Mail Programm „Sendmail“.
In Deutschland wird „BTX“ in einem ersten Feldversuch mit 2000 Teilnehmern getestet.

1981
Das „Computer Science Research Network“, „CSNET“, wird gegründet.
In den USA kommt es zur Einrichtung das ßßß Bitnet.
Die Firma „IBM“ stellt die erste kommerzielle relationale Datenbank vor und beginnt mit dem Verkauf des ersten Personal Computers..
In Frankreich startet ein Feldversuch mit dem „Minitel“.
In Hamburg entsteht der ßßß Chaos Computer Club, an der Universität Hamburg wird die Idee des ßßß DFN diskutiert.

1982
Das „ARPANET“ hat über 200 Hostrechner.
Das ßßß EUnet wird gegründet.
ßßß Paul Mockapetris entwickelt das „Domain Name System“, „DNS“ zur Bezeichung der ans Netz angeschlossenen Rechner.
Die Firma „SUN“ wird gegründet. ßßß David Chaum stellt sein System der „blinden Signatur“ vor.

1983
Das „ARPANET“ hat über 500 Hostrechner. Deutschland und Korea gehen ans Netz.
Das „ARPANET“ wird in einen militärischen und zivielen Bereich aufgeteilt.
In den USA wird das Protokoll „TCP/IP“ als Standard eingeführt.
ßßß Fred Cohen prägt den Begriff des „Computer Virus“. ßßß Michael Muus schreibt das Programm „Ping“. Bei CompuServe eröffnet die „Electronic Mall“, Bill von Meister stellt sein Unternehmen „Control Video Corporation“ vor, aus dem später  AOL hervorgeht.

1984
Die Zahl der Hostrechner des „ARPANET“ übersteigt 1000.
Das Unternehmen ßßß Cisco und der Onlinedienst ßßß Prodigy werden gegründet.
Richard Stallman ruft das Projekt „GNU“ zur Entwicklung eines freien Betriebssystems in Leben.
Phil Salin beginnt an der Software für einen elektronischen Marktplatz zu arbeiten.
Durch den Roman „Neuromancer“ wird der Begriff „Cyberspace“ populär.
Die Post führt „BTX“ in Deutschland bundesweit ein, der DFN-Verein wird gegründet.

1985
„Microsoft“ bringt das Betriebssystem „Windows“ auf den Markt.
„Das Media Lab“ des MIT und. die virtuelle Gemeinschaft ßßß The Well werden gegründet.

1986
Das Hochgeschwindigkeitsnetz ßßß NSFNET wird eingerichtet.
Die „IETF“ („Internet Engineering Task Force“) und die „IRTF“ („Internet Research Task Force“) werden ins Leben gerufen. In Cleveland gründet ßßß Tom Grundner das erste ßßß Freenet.
Der ßßß Chaos Computer Club konstituiert sich als eingetragener Verein.

1987
Mehr als 10 000 Hosts im „ARPANET“
Das „UUNET“ wird gegründet Der tausendste „RFC“ wird veröffentlicht..

1988
Im November macht der „Internet Worm“ von ßßß Robert Tappan Morris Schlagzeilen.
ßßß Jarkko Oikarinen entwickelt den „Internet Relay Chat“. ßßß Tom Jennings „Fido Net“ geht online.
Das holländische „CWI“ schafft die erste Verbindung von Europa zum amerikanischen Internet.

1989
Das Internet umfaßt inzwischen mehr als 100 000 Hostrechner. Das „ARPANET“ wird abgeschaltet.
Australien, Deutschland, Israel, Italien, Japan, Mexiko, Holland , Neu Seeland, Puerto Rico und England gehen ans ßßß NSFNET.
Der erste Vorschlag für die Seitenbeschreibungssprache „HTML“ wird am ßßß CERN Forschungslabor in Genf von ßßß Tim Berners-Lee verbreitet.
ßßß PEN, das erste kommunale Bürger-Netzwerk wird in der kalifornischen Stadt Santa Monica eingerichtet. Die Firma „Centrox Corporation“, aus der Später ßßß Artnet hervorgeht, wird gegründet. Der erste kommerzielle E-Mail Dienst, „MCI Mail“ geht in den USA online. ßßß ClariNet, der erste „Content-Provider“ wird gegründet.
ßßß Clifford Stolls Buch „Das Kuckucksei“ erscheint.
In Deutschland entsteht die ßßß Telekom durch die Aufteilung der Bundespost.

1990
Argentinien, Belgien, Brasilien, Chile, Griechenland, Indien, Irland, Korea, Österreich, Spanien und die Schweiz gehen ans Netz.
Archie, die erste Suchmaschine des Internet, wird entwickelt.
Die Firma „Digicash“, für Bezahlsysteme über das Internet, wird von David Chaum gegründet.
Die „Electronic Frontier Foundation“ wird ins Leben gerufen. ßßß Peter Scott entwickelt in Kanada „Hytelnet“.
ßßß Simon Hackett und ßßß John Romkey stellen auf der „Interop“ den Internet Toaster vor. „The World“ der erste kommerzielle Provider für die Direktwahl ins Internet wird gegründet.
Das ßßß Freenet Erlangen-Nürnberg geht ans Netz

1991
Über 600 000 Internet Hosts.
Hongkong, Kroatien, Polen, Portugal, Singapur, Süd-Afrika, Taiwan, die Tschechische Republik, Tunesien und Ungarn gehen ans Internet.
An der Universität von Minnesota wird das Informationssystem „Gopher“ entwickelt. ßßß Phil Zimmermann stellt das Verschlüsselungsprogramm „PGP“ vor. Die erste Version des Betriebssystems „Linux“ wird von ßßß Linus Thorvalds im Internet zur Diskussion gestellt. Der DFN-Verein bietet in Deutschland den Zugang zum Internet an.
Das World Wide Web wird ans Internet angeschlossen, zunehmend engagieren sich auch Firmen und Künstler online. Der  ABC-Bücherdienst wird als erster deutscher online-Buchhandel gegründet. Das Kunstnetzwerk  ßßß The Thing geht ans Netz. Die erste „Web-Cam“ wird an der Universität Cambridge eingerichtet. ßßß Martin Hall ruft die „WinSock Group“ ins Leben. Der „Wide Area Information Service“, eine Datenbank mit Inhalten aus dem Internet, wird im Netz zugänglich gemacht. ßßß Carl Malmuds Buch „Exploring the Internet – ein technischer Reisebericht“ erscheint.

1992
Über eine Million Hosts gehören inzwischen zum Internet.
Folgende Länder werden ans Netz angeschlossen : Antarctica, Ecuador, Estland, Kamerun, Kuwait, Lettland, Luxembourg, Malaysia, die Slowakei, Slowenien, Thailand, Venezuela und Zypern,
ßßß Steve Case wird Geschäftsführer von AOL. ßßß Tim Dorcey entwickelt das Videokonfernezsystem „CU-SeeMe“.  Rick Gates veranstaltet den ersten „Internet Hunt“. ßßß Jean Armour Polly prägt den Begriff „Surfing the Internet“.
Das „EUnet“ wird kommerzialisiert. Der Code „404 – File not Found“ wird vom „W3 Konsortium“ festgelegt.

1993
Über zwei Millionen Internet-Hosts.
Ägypten, Bulgarien, Costa Rica, Fiji, Ghana, Guam, Indonesien, Kasakstan, Kenia, Liechtenstein, Peru, Rumänien , Rußland, Türkei , Ukraine, US Virgin Islands und die Vereinigten Arabischen Emirate werden ans Internet angeschlossen.
Der Standard „HTML 1“ wird festgelegt.
Der „MIME-Standard“ wird veröffentlicht. ßßß Thomas R.Bruce entwickelt den Browser „Cello“. Der „Global Network Navigator von ßßß Dale Dougherty kann im World Wide Web aufgerufen werden. Die Firma „Architext“ aus der später ßßß Excite wurde, wird gegründet. ßßß Matthew Gray schreibt den „Web Wanderer“.
Die Firma ßßß Vocal Tec stellt die Software „Vocal Chat“ zum Versenden von Tönen über das Internet vor. ßßß Steve Kirsch gründet die Suchmaschine „Infoseek“. Die Zeitschrift ßßß Wired erscheint erstmals.
Die „Digitale Stadt Amsterdam“ geht ans Netz.

1994
Algerien, Armenien, die Bermudas, Burkina Faso, China, Kolumbien, Jamaica, Jordanien, der Libanon, Litauen, Macau , Marokko, Neu Kaledonien, Nicaragua, Niger, Panama, die Philippinen, der Senegal, Sri Lanka, Swaziland, Uruguay und Usbekistan schaffen Verbindungen zum Internet.
Das „W3 Konsortium“ zur Festlegung der Protokolle im World Wide Web wird gegründet. Veröffentlichung des „HTML 2.0“ Standards. Das englische Videotext-System „Prestel“ wird eingestellt.
Der Boom des World Wide Web beginnt, dieser Teil des Netzes weist eine unvorstellbar hohe Wachstumsrate von über 300 000 Prozent aus. Langsam wird die Geschäftswelt auf das Netz aufmerksam.
ßßß Jeff Bezoes gründet seinen Internetbuchhandel Amazon. Die Suchmaschine Lycos geht ans Netz
ßßß Netscape wird gegründet. Die Firma „CDNow“ der Brüder ßßß Jason und Matthew Olim geht online. ßßß First Virtual führt ein Bezahlsystem im Internet ein. ßßß Pizza Hut richtet einen Pizzaservice im Netz ein. Der Web-Katalog ßßß Yahoo wird gegründet. Die Anwälte ßßß Canter & Siegel erregen mit einer Werbeaktion im Netz den Unmut der Nutzer. Die amerikanische Firma ßßß Synet läßt den Begriff „Internet Explorer“ als Handelsmarke eintragen.
Der erste Deutsche Web-Katalog „Web.de“ geht ans Netz. Die ßßß Internationale Stadt Berlin wird gegründet.
In London wird das weltweit erste Internet-Cafe eröffnet. Auch in Deutschland geht das erste Internet-Cafe online. ßßß Der Spiegel geht ins Netz. BTX hat 500 000 Teilnehmer.

1995
Inzwischen umfaßt das Internet über vier Millionen Hostrechner.
22 Länder gehen online. Darunter sind der Vatikan, die Mongolei, Nepal und die Cook Islands.
.Sun führt die Programmiersprache „Java“ ein. Im „Usenet“ wird die Suchmaschine ßßß Deja.com In Betrieb genommen. Im World Wide Web geht die Suchmaschine Alta Vista online.
Das World Wide Web wird zunehmend kommerzialisiert. Der Internet Buchhandel Amazon geht online. Firmen wie 1- 800 Flowers, ßßß Audible oder ßßß eBay gehen ans Netz. Auch die Kunst entdeckt das Internet, zum Beispiel in Gestalt von ßßß Artnet, Äda`Web und der Künstlergruppe ßßß etoy. Die Magazine ßßß Feed und ßßß Salon.com. erscheinen und der  Real Player von ßßß Rob Glaser kommt auf den Markt. Die Firma „Cybergold“ von ßßß Nat Goldhaber versucht aus dem Netz Kapital zu schlagen, und die erste Seifenoper ßßß The Spot ist im Netz zu bewundern. ßßß VocalTec bringt eine Software zur Internet-Telefonie auf den Markt
Der „Microsoft Internet Explorer“ erscheint. ßßß Spyglass geht als erstes Unternehmen für Internet-Software an die Börse.
Die Bücher „Die Wüste Internet“ von Clifford Stoll und „Total Digital“ von  Nicholas Negroponte erscheinen.
Auch in Europa wird man langsam auf das Internet aufmerksam. „AOL Europe“ wird gegründet ßßß Peter Glasers „24 Stunden im 21. Jahrhundert“ beschreibt die Geschichte des Internet. ßßß Karlheinz Brandenburg und Kollegen stellen „MP3“ vor. Angebote wie .ßßß Intershop, ßßß Jobs & Adverts ßßß Kulturbox, ßßß Estate Net oder ßßß  Otto-Versand gehen online. Aus „BTX“ wird „T-Online“.

1996
Über neun Millionen Hostrechner haben einen Anschluß zum Internet.
Weitere 29 Länder gehen ans Internet, darunter der Inselstaat Tuvalu, dessen Domain „TV“ zum beliebten Handelsgut wird.
John Perry Barlow veröffentlicht seine „Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace“.
Die kommerzielle Erschließung des World Wide Web setzt sich mit Firmen wie ßßß Hotmail, ßßß Salami.com und ßßß Webvan fort und skurrile Seiten, wie das virtuelle Bistum „Paternia“ von ßßß Jaques Gaillot, schießen wie Pilze aus dem Boden.
„EUnet“ wird von „Uunet“ übernommen.
ßßß Paul Garrin gründet „Name Space“und beginnt, Domain-Namen zu vergeben. Die ßßß Hughes Electronics Corporation bietet einen satellitengestützten Internetdienst für jedermann an. ßßß Brewster Kale gründet „Alexa“ und ßßß Carl Malamud veranstaltet die „Internet 1996 World Exhibition“
Die Firmen „Sun“ und andere stellen einen einfachen Netzcomputer vor.
ßßß David Siegels Buch „Creating Killer Web-Sites“ erscheint.
In Deutschland geht ßßß Karstadt online und die Telekom an die Börse.

1997
Über 16 Millionen Internet-Hosts.
Weitere 47 Länder bekommen einen Anschluß zum Internet. Darunter sind Lybien, der Irak, Somalia und die Weihnachtsinseln.
„HTML 3.2“ wird im Januar veröffentlicht, Ende des Jahres folgt bereits „HTML 4.0“.
Der zweitausendste „RFC“ wird veröffentlicht. 71618 Mailing-Listen sind im Netz registriert.
ßßß Jorn Barger richtet seinen Weblog ein.
Die Wirtschaft im World Wide Web blüht. Der Domain-Name „business.com“ wechselt für 150000 Dollar seinen Besitzer. „Microsoft“ kauft ßßß Hotmail für 400 Millionen Dollar und „AOL“ übernimmt „CompuServe“.
Der „Global Network Navigator“ wird abgeschaltet und die Seifenoper „The Spot“ geht vom Netz.
ßßß Esther Dyson. veröffentlicht das Buch „Release 2“ und ßßß John Seabrooks „Odysee im Cyberspace“ erscheint. Das Spiel „Ultima Online“ von ßßß Richard Garriot geht ins World Wide Web.
In Deutschland hat „T-Online“ 1,5 Millionen Nutzer. Der Geschäftsführer von „CompuServe Deutschland“ ßßß Felix Somm wird für Inhalte von Web-Seiten seiner Kunden verantwortlich gemacht und verurteilt  Der erste „Ligubot“ von ßßß Karl-Ludwig von Wendt kommt zum Einsatz und Akademie.de geht mit einem Net-Lexikon online.

1998
Die Anzahl dr Intertnet-Hosts übersteigt die 40.000.
Nauru und die Komoren gehen ans Internet. Die Zwei-Millionste Domain wird registriert
Die ßßß ICANN wird gegründet. „Netscape“ veröffentlicht den Quellcode seines Browsers. Ende des Jahres wird die Firma von „AOL“ gekauft Für ßßß Bill Gates sieht das Jahr nicht gut aus. ßßß Noel Godin verübt ein Tortenattentat auf ihn. „Microsoft“ zahlt für die Benutzung des Warenzeichens „Internet Explorer“ fünf Millionen Dollar, und das Kartellrechtsverfahren gegen „Microsoft“ beginnt. Der „US Postal Service“ bietet elektronische Briefmarken zum Herunterladen aus dem Netz an. Erstmals wird eine Fernsehsendung über das Internet übertragen.
Nun hat der Hype um das World Wide Web auch Deutschland erfaßt. Firmen wie ßßß Ricardo.de oder Netzpiloten werden gegründet. Beate Uhse geht online. ßßß Politik digital versucht, das World Wide Web zur politischen Bildung zu nutzen. ßßß Henrik Pfluger entwickelt „Buddyphone“. „Siemens“ bringt das Programm „web Washer“ zur Unterdrückung von Werbung auf Web-Seiten auf den Markt. ßßß Olia Lialina startet „Art.Teleportica“ die erste Galerie für Netzkunst. Die „Internationale Stadt Berlin“ wird aus dem Netz genommen.

1999
Anfang des Jahres sind 43 Millionen Hostrechner registriert.
„HTML 4.1“ wird veröffentlicht.
Die Apache Software Foundation wird gegründet
Der Internet-Boom erreicht seinen Höhepunkt. Die Domain “business.com“ wird für 7.5 Millionen Dollar verkauft. „Amazon“ erreicht den Wert des Ölmutlis „Texaco“, obwohl die Internet-Firma noch keinen Cent Gewinn gemacht hat. ßßß Jeff Bezos wird vom Magazin „Time“ zur „Person des Jahres“ ausgerufen. Die Web-Seiten von ßßß Britannica.com können kostenlos besucht werden. „Deja“ wird kommerziell. ßßß Shawn Fanning gründet die Musiktauschbörse „Napster“ ßßß Ian Clarke gründet „Freenet“. Der ßßß Internet-Kühlschrank wird vorgestellt. Das Modehaus ßßß Boo.com wird gegründet. Das „Cleveland Freenet“ wird eingestellt, und David Chaum schließt „DigiCash“.
Auch in Deutschland boomt die „New Economy“ wie die Internet-Wirtschaft inzwischen euphemistisch genannt wird. Firmen wie ßßß Webmiles, ßßß Alando, ßßß Ciao.com oder, ßßß DooYoo, werden gegründet. ßßß Claudia Blümhuber und ßßß Thomas Heilmann geben den neuen Unternehmen Starthilfe. Firmen, wie die Agentur von ßßß Peter Kabel gehen an die Börse.
Clifford Stolls Buch „LogOut Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben…“ erscheint
Der „Y2k Bug“ macht von sich reden

2000
Das Internet hat inzwischen über 72 Millionen Hostrechner, das World Wide Web umfaßt über eine Milliarde Seiten.
Der Jahreswechsel geht ohne die erwarteten Katastrophen vonstatten. Das ßßß Journal of Commerce erscheint nur noch im Internet. Die Ortschaft ßßß Halfway ändert seinen Namen in „Half.com“ ßßß Stephen King veröffentlicht einen Roman im Internet. Die Musiktauschbörse ßßß Gnutella wird populär.
Langsam wird deutlich, daß auch im World Wide Web die Regeln der „Old Economy“ gelten. „AOL“ fusioniert mit „Time Warner“, immer mehr Firmen der „New Economy“ sprechen „Gewinnwarnungen“ aus. Das hochgelobte Unternehmen „Boo.com“ geht pleite. ßßß Philip Kaplan geht mit seiner Web-Seite „Fuckedcompanie.com“ online, er verbreitet Gerüchte über in Schwierigkeiten geratene Dot Coms. ßßß Sam Lowry gründet eine „Anti Dot com“ Bewegung. Bei „Amazon“ wird sogar über die Gründung eines Betriebsrates nachgedacht. Die Internetagentur ßßß Razorfish gerät in die roten Zahlen
In Deutschland werden Firmen wie ßßß Farmpartner und ßßß Mercateo gegründet.
„Karstadt“ schließt „My World“´. Die Bundesregierung versucht mit der Green-Card-Initiative Spezialisten für Informationstechnologie ins Land zu locken.

2001
Die Anzahl der Internet-Hosts liegt bei über 110 Millionen.
Die ßßß ICANN beginnt neue Domain-Namen einzuführen.
„Microsoft“ will sein neues Betriebssystem über das Internet registrieren lassen.
Ein israelischer Programmierer ändert seinen Namen in  Tomer.com
Die Unternehmen der „New Economy“ warten immer noch auf Gewinne, und es macht sich Ernüchterung breit. Allerdings gehen die Entlassungen in der „New Economy“ zurück.
Die Suchmaschine „Google“ übernimmt das Archiv von „Deja“. Das Internet-Magazin „Salon“ verkleinert sein Angebot, ßßß Webvan geht pleite. Die Firma ßßß eToys gerät in Schwierigkeiten, schließt die europäische Niederlassung und entläßt 70 Prozent der Mitarbeiter. Der Aktienkurs von „Yahoo“ fällt um 94 Prozent. „Pixelpark“ von ßßß Paulus Neef gerät in Schwierigkeiten und die Agentur von ßßß Peter Kabel stellt Insolvenzantrag.
Der Dienst „BTX“ der „Telekom“ wird eingestellt. Die Post verkauft Briefmarken über das Internet.